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Ökodesign-Verordnung (ESPR, Ecodesign for Sustainable Products Regulation)

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    Die EU-Ökodesign-Verordnung ist die Basis für die verpflichtende Einführung des Digitalen Produktpasses, welche ab Mitte 2027 erwartet wird. Die ersten betroffenen Produktgruppen werden Textilien, Möbel, Reifen und Matratzen sein, andere Produktgruppen werden folgen. Was Hersteller und Importeure für die Compliance mit der Ökodesign-Verordnung wissen sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.

    Was ist die EU-Ökodesign-Verordnung?

    Die EU-Ökodesign-Verordnung (ESPR, Ecodesign for Sustainable Products Regulation, Regulation (EU) 2024/1781) hat zum Ziel, die ökologische Nachhaltigkeit von Produkten zu verbessern, indem ihre Kreislauftauglichkeit, Energieeffizienz, Recyclingfähigkeit und Langlebigkeit gesteigert wird. Der CO2-Fußabdruck soll über den gesamten Lebenszyklus der Produkte verringert werden.

    Die Ökodesign-Verordnung gilt für alle physischen Waren, die in der EU in Verkehr gebracht oder in Betrieb genommen werden.

    Die Ökodesign-Verordnung gilt jedoch nicht für folgende Produkte:

    • Lebensmittel
    • Futtermittel
    • Arzneimittel
    • Tierarzneimittel
    • lebende Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen
    • Erzeugnisse menschlichen Ursprungs
    • Erzeugnisse von Pflanzen und Tieren, die unmittelbar mit ihrer künftigen Reproduktion zusammenhängen
    • bestimmte Fahrzeuge

    Welche Anforderungen stellt die EU-Ökodesign-Verordnung an Produkte?

    Die EU-Ökodesign-Verordnung stellt sogenannte Ökodesign-Anforderungen an Produkte, die einerseits Leistungsanforderungen und andererseits Informationsanforderungen umfassen:

    • Verbesserung der Langlebigkeit und Wiederverwendbarkeit von Produkten
    • Verbesserung der Möglichkeiten zur Wartung und Aufarbeitung von Produkten
    • Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz von Produkten
    • Beseitigung von Stoffen, die die Kreislaufwirtschaft behindern
    • Erhöhung des Anteils an recycelten Materialien
    • Erleichterung der Wiederaufbereitung und des Recyclings von Produkten
    • Festlegung von Vorschriften zu CO2- und Umweltbilanz
    • Begrenzung der Abfallentstehung
    • Horizontale Ökodesign-Anforderungen wie die generelle Reparaturfähigkeit
    • Verbesserung der Verfügbarkeit von Informationen zur Nachhaltigkeit von Produkten, einschließlich Digitaler Produktpass (Digital Product Passport, DPP)

    Ab wann gelten die Bestimmungen der EU-Ökodesign-Verordnung?

    Inkrafttreten und erste Pflichten ab Juli 2026

    Die Ökodesign-Verordnung (ESPR) ist bereits seit Juli 2024 offiziell in Kraft. Einige ihrer weitreichenden Bestimmungen gelten jedoch schon sehr bald: Beispielsweise greift das Verbot der Vernichtung unverkaufter Textilien, Bekleidung und Schuhe für große Unternehmen ab dem 19. Juli 2026. Für mittelständische Unternehmen wird diese Pflicht voraussichtlich ab dem Jahr 2030 bindend.

    Konkretisierung durch delegierte Rechtsakte

    Für einige andere Bestimmungen muss erst auf sogenannte delegierte Rechtsakte (Delegated Acts) oder Durchführungsrechtsakte (Implementing Acts) gewartet werden, die die Anforderungen der Ökodesign-Verordnung präzisieren bzw. festlegen, wie eine Anforderung umgesetzt werden muss.

    Zeitplan für den Digitalen Produktpass (Mitte 2027)

    Speziell für den Digitalen Produktpass (DPP) werden die ersten produktgruppenspezifischen delegierten Rechtsakte für Mitte 2027 erwartet. Sobald diese veröffentlicht werden, steht für die jeweiligen Branchen im Detail fest, welche Informationsanforderungen und Datenpunkte für ihre spezifischen Produktgruppen im Pass bereitgestellt werden müssen. Nach Veröffentlichung gilt in der Regel eine Übergangsfrist von mindestens 18 Monaten, bis die Pflichten rechtlich durchgesetzt werden.

    Was ist der Digitale Produktpass?

    Definition: Ein digitaler Lebenslauf für Produkte

    Der Digitale Produktpass (DPP) ist eine strukturierte elektronische Akte, die alle wichtigen Informationen zum gesamten Lebenszyklus des jeweiligen Produktes enthält. Am Produkt (oder seiner Verpackung) muss ein Datenträger wie z.B. ein QR Code angebracht sein, der den Digitalen Produktpass zugänglich macht.

    Der aktuelle Zeitplan und Übergangsfristen (Stand 2026)

    Der Digitale Produktpass ist derzeit (Stand April 2026) noch nicht verpflichtend. Mitte 2027 werden die ersten delegierten Rechtsakte zum Digitalen Produktpass erwartet, die die aufzunehmenden Informationen je nach Produktgruppe definieren. Es wird dann eine 18-monatige Übergangsfrist geben, bis der jeweilige Digitale Produktpass verpflichtend ist. QR Planet hält sie diesbezüglich up to date.

    Priorisierte Produktgruppen laut EU-Arbeitsprogramm

    Gemäß dem Working Plan 2025-2030 der Europäischen Kommission werden folgende Produktgruppen priorisiert:

    • Textilien/Kleidung
    • Möbel
    • Reifen
    • Matratzen
    • Zwischenprodukte: Eisen & Stahl, Aluminium

    Erfahren Sie mehr zum Digitalen Produktpass in unserem Artikel Digitaler Produktpass.

    Warum ist die Compliance mit der EU-Ökodesign-Verordnung wichtig?

    Die EU-Ökodesign-Verordnung ist Teil eines Maßnahmenpakets, das für die Förderung des Übergangs zu einer kreislauforientierten, nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Wirtschaft von Bedeutung ist. Sie ist ein rechtsverbindlicher Rahmen, der dazu beitragen soll, dass die Europäische Union ihre Umwelt- und Energieeffizienzziele erreichen kann. Bei Non-Compliance mit der EU-Ökodesign-Verordnung wird es Sanktionen wie Bußgelder oder Ausschluss von der Vergabe öffentlicher Aufträge geben.

    Warum sollten Sie sich schon 2026 mit den Anforderungen der EU-Ökodesign-Verordnung fürden DPP auseinandersetzen?

    Keine Ausnahmen: Der DPP wird schrittweise Pflicht

    Der Digitale Produktpass wird nach und nach für Produkte am europäischen Markt verpflichtend werden. Derzeit (Stand April 2026) ist nicht absehbar, dass Produktgruppen vom Digitalen Produktpass ausgenommen sein werden. Deshalb sollten Sie sich bereits jetzt mit den Informationsanforderungen und mit der technischen Umsetzung des DPP beschäftigen, um nicht in Verzug zu geraten, sondern Teil dieser Innovation zu sein.

    Der Zeitplan: Erste produktspezifische Details ab Mitte 2027

    Erste delegierte Rechtsakte werden Mitte 2027 erwartet und damit die Details, welche produktspezifischen Informationen im Digitalen Produktpass bereitgestellt werden müssen. Abzurufen sind diese Informationen im Digitalen Produktpass über einen am Produkt (oder seiner Verpackung) angebrachten Datenträger, wie einen QR Code.

    Die technische Herausforderung bei großen Sortimenten

    Unsere aktuellen Recherchen (April 2026) haben ergeben, dass aufgrund der Fülle an Informationen (inklusive einer downloadbaren Gebrauchsanleitung) die der DPP enthalten muss, technisch gesehen nicht jeder heute gängige Datenträger geeignet ist. Gerade ein breites Produkt-Portfolio stellt neben strategischen auch zusätzliche Herausforderungen an die technische Infrastruktur.

    Die wichtigsten Kernfragen für Unternehmen auf einen Blick

    Auf dem Weg zur Umsetzung sehen sich Unternehmer derzeit mit vielen offenen Fragen konfrontiert:
    • Datenträger-Wahl: Warum ist ein QR Code als Datenträger besonders geeignet und warum stoßen andere Technologien an ihre Grenzen?
    • Erstellung & Skalierung: Wie erstelle ich die notwendigen, normkonformen QR Codes effizient für mein gesamtes Sortiment?
    • Hosting: Wo und wie hoste ich die erforderlichen DPP-Informationen, um sie ausfallsicher und jederzeit abrufbar zu machen?
    • Automatisierung: Meine Daten sind bereits strukturiert in einem PIM- oder ERP-System vorhanden – wie kann ich sie automatisiert für den DPP bereitstellen?
    • Marketing-Mehrwert: Kann ich meinen Kunden über denselben QR Code auch weitere, freiwillige Informationen zur Verfügung stellen und die Scans für analytische Zwecke nutzen?

    Jetzt handeln und Vorsprung sichern

    All diese Fragen und technischen Hürden sollten Sie bereits jetzt in Angriff nehmen und sich nach geeigneten, zukunftssicheren Lösungen umsehen. Gehen Sie den Weg nicht allein – seien Sie Teil dieser innovativen Entwicklung und rüsten Sie Ihre IT-Infrastruktur rechtzeitig für den Digitalen Produktpass.

    Wie kann QR Planet mir bei der Umsetzung der Anforderungen der EU-Ökodesign-Verordnung hinsichtlich DPP helfen?

    Die Lösung: Regulatorische Compliance mit dem DPP-Manager

    Für den Digitalen Produktpass bieten wir mit unserem DPP-Manager eine einfache und effiziente Lösung, um aktuelle regulatorische Anforderungen zuverlässig erfüllen zu können.

    Ihr starker Partner für Produktkennzeichnung aus Österreich

    Mit QR Planet verfügen Sie zudem über einen weltweit operierenden Partner mit Sitz in Österreich, der eine webbasierte Plattform für die QR Code-Erstellung, die Möglichkeit zur (automatisierten) Erstellung und Verwaltung von Produktinformationen und darüber hinaus die Möglichkeit zum Next Level Produktmarketing aus einer Hand bietet.

    Warum QR Planet? Unsere Stärken auf einen Blick

    • Wir sind DSGVO-konform
    • hosten Ihre Daten in Europa
    • haben über 10 Jahre Erfahrung mit Enterprise QR Code-Lösungen
    • stellen ISO/IEC-15459-konforme GS1 QR Codes mit Digital Link zur Verfügung (siehe auch Artikel GS1 QR Code Management)
    • begleiten Sie bei der Erfüllung der regulatorischen Anforderungen mit unserem DPP-Manager
    • bieten eine One-Stop-Shop-Lösung für moderne Produktkennzeichnung
    • bieten Beratung und auf Wunsch auch die Systemintegration mit Ihrem PIM/ERP End-to-End aus einer Hand

    Details zu unserem DPP-Manager erfahren Sie in unserem Artikel Digitaler Produktpass.

    Sollte der Digitale Produktpass für mich nicht verpflichtend werden – warum sollte ichtrotzdem einen DPP zur Verfügung stellen?

    Kommt der DPP für alle? Der aktuelle Ausblick (Stand April 2026)

    Derzeit (Stand April 2026) ist nicht absehbar, dass Produktgruppen vom Digitalen Produktpass ausgenommen sein werden. Der Digitale Produktpass wird nach und nach für immer mehr Produkte am europäischen Markt eingeführt.

    Strategische Vorteile: Warum sich der DPP schon jetzt lohnt

    Neben der reinen Erfüllung gesetzlicher Anforderungen und der Absicherung Ihrer Compliance bietet der DPP für Unternehmen handfeste wirtschaftliche Vorteile:

    • Transparenz & Rückverfolgbarkeit: Sie gewinnen tiefere Einblicke in den Lebenszyklus Ihrer Produkte.
    • Optimierung der Lieferkette: Datenflüsse werden effizienter und Schwachstellen schneller sichtbar.
    • Stärkung der Marktposition: Sie positionieren sich als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit und unterstützen zukunftsfähiges Produktdesign.
    • Innovation: Mit einem einzigen QR Code am Produkt werden Sie Teil einer zukunftsweisenden, digitalen Entwicklung.

    Next-Level Produktmarketing über denselben QR Code

    Der größte Bonus für Ihr Unternehmen: Neben den gesetzlich verpflichtenden Informationen können Sie den angebrachten QR Code als direkten Kanal zum Kunden nutzen. Das eröffnet völlig neue Möglichkeiten für Ihr Marketing:

  • Erfolgsmessung: Kundeninteraktionen tracken und Daten präzise analysieren.
  • Dynamische Kampagnen: Exklusive Zusatzinhalte, Rabatte oder Anleitungen direkt am Point of Sale ausspielen.
  • Kundenbindung: Die Brücke vom physischen Produkt in Ihre digitale Markenwelt schlagen.
  • QR Planet ist Ihr Partner für die Umsetzung

    Sie benötigen Hilfe bei der Erstellung und effizienten Nutzung der QR Codes für Ihre Produkte? Sie suchen nach einem Hosting-Provider für den DPP oder andere über den QR Code abrufbare Informationen? Sie wünschen sich eine Systemintegration, um Daten aus Ihrem bestehenden PIM- oder ERP-System automatisiert zur Verfügung stellen zu können? Kontaktieren Sie uns!

    Quellen

    Letzte Aktualisierung vor einer Woche